
„Adolescence“ auf Netflix
Eine Serie über Social Media und die Verantwortung von Eltern
In Deutschland steht die Miniserie auf Platz eins der Netflix-Seriencharts. In 71 Ländern soll sie am ersten Wochenende nach Veröffentlichung auf der Spitzenposition Platz genommen haben. Zudem sammelte sie laut Netflix in den ersten zwei Wochen bereits über 66 Millionen Aufrufe. Der britische Premierminister Keir Starmer sprach sich jetzt dafür aus, die Serie in Schulen zu zeigen und mit den Jugendlichen dien Inhalte zu diskutieren.
Um was geht es?
Die britische, vierteilige Serie „Adolescence“ („Jugend“, „Pubertät“) folgt einer Gruppe von Jugendlichen, die ihren Weg durch die Wirren des Erwachsenwerdens in einer digitalisierten Welt finden. Die Serie nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen ihrer Freundschaften, die Suche nach Identität und die Herausforderungen, denen sie in Schule und sozialem Umfeld begegnen. Doch viel mehr geht es um die Online-Radikalisierung von Jungen und jungen Männern durch Influencer, die zerstörerische Auswirkungen haben können. Diese authentische Darstellung der Jugendkultur bietet sowohl Drama als auch Einblicke, die zum Nachdenken anregen.
In „Adolescence“ wird deutlich, wie toxische Inhalte auf Social Media das Leben von Jugendlichen beeinflusst. Durch die zentralen Charaktere wird greifbar, wie stark der Wunsch nach digitaler Anerkennung die Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl junger Menschen prägt.
Die Rolle der Eltern
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den „Adolescence“ beleuchtet, ist die Verantwortung der Eltern in dieser digitalen Welt. Die Serie führt vor Augen, wie entscheidend es ist, dass Eltern nicht nur sicherstellen, dass ihre Kinder in einer sicheren Umgebung online unterwegs sind, sondern auch aktiv an deren digitalem Leben teilnehmen. Offene Gespräche, Interesse und Unterstützung sind wesentliche Bausteine, um Jugendlichen zu helfen, zwischen Realität und digitaler Welt zu unterscheiden und gesunde Grenzen zu setzen.
Leicht auszuhalten ist die Serie nicht – eben weil sie drastisch zeigt, was passieren kann, wenn Kinder in ihrer digitalen Welt völlig allein gelassen werden.
Bild: Netflix (Screenshot Trailer)
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